Fragebogen Hauterkrankungen managen gemeinsam mit Apotheken – ist hier Bedarf?

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Die Gesellschaft für Dermopharmazie (GD), der Deutsche Apothekerverband (DAB) und der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) möchten gemeinsam mit einem Fragebogen die Einschätzung der BVDD-Mitglieder zum neuen Projekt „Hautapotheke“ in Erfahrung bringen. Ansätze dazu sind bereits im Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) enthalten.

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Die „Hautapotheke“ ist ein innovatives Versorgungsmodell, das Hautarztpraxen entlasten soll, in dem es Apotheken gezielt für die Betreuung von Patientinnen und Patienten mit akuten entzündlichen Hauterkrankungen qualifiziert. Nach entsprechender Schulung sollen Apothekerinnen und Apotheker Hautbefunde einschätzen, fundiert beraten und bei Bedarf auch eine gezielte Weiterleitung an Dermatologinnen und Dermatologen veranlassen.

Mit der geplanten neuen Versorgungsoption entsteht ein niedrigschwelliger, wohnortnaher und zugleich qualitätsgesicherter Versorgungsansatz. Die enge Zusammenarbeit zwischen Apotheken und Hautärztinnen und Hautärzten eröffnet insbesondere Patientinnen und Patienten mit häufigen entzündlichen Dermatosen die Möglichkeit einer schnelleren und strukturierteren Versorgung. Gleichzeitig entlastet es die Hautarztpraxen.

In einer Zeit, in der die Rolle der Apotheken im Gesundheitswesen zunehmend diskutiert wird, setzt das Projekt ein wichtiges Zeichen: Apotheken sind nicht nur Stellen der Arzneimittelabgabe, sondern könnten zukünftig auch eine kompetente Versorgungsebene mit erheblichem Beratungs- und Versorgungspotenzial einnehmen. Durch neue interprofessionelle Versorgungsmodelle kann ihre Bedeutung im Gesundheitswesen sichtbarer gemacht und gestärkt werden.

Die Überleitung in die fachärztliche Versorgungsebene muss allerdings im Rahmen eines zukünftigen Primärversorgungssystems implementiert und/oder gegebenenfalls in selektivvertraglichen Konzepten vereinbart werden, da die aktuelle Spargesetzgebung eine Überleitung strukturell und vergütungstechnisch nahezu unmöglich macht.

Das Vorhaben könnte nicht nur zur Verbesserung der Patientenversorgung beitragen, sondern auch die Hautarztpraxen entlasten und das Bild der Apotheke als moderner, unverzichtbarer Bestandteil der Versorgung nachhaltig schärfen.

„Vor diesem Hintergrund freuen wir uns auf die Meinung der BVDD-Mitglieder“, so Prof. Petra Staubach von der Gesellschaft für Dermopharmazie, Dr. Hans-Peter Hubmann vom Deutschen Apothekerverband und BVDD-Präsident Dr. Ralph von Kiedrowski.

 

Hier geht es zur Umfrage: Hautapotheke

 

red/BVDD