Praxisshops zum Verkauf von Pflegeprodukten

Praxismanagement

Praxisshops zum Verkauf von Pflegeprodukten

Sogenannte Praxisshops sind grundsätzlich möglich, besonders im Rahmen der neuen Regelungen von Berufsausübungsgemeinschaften.

Dennoch stellen sich erhebliche Probleme im Berufsrecht, Vertragsarztrecht und Steuerrecht in den Weg, die das Vorhaben eines Praxisshops schwer und am besten mit Hilfe von Anwalt und Steuerberater und im Benehmen mit der zuständigen Ärztekammer in die Tat umsetzen lassen.

Das Berufsrecht geht weiter von der Freiberuflichkeit des Arztes, der besonderen Vertrauensstellung von Ärzten und dem Verbot von sogenannten Koppelgeschäften aus.

Das Vertragsarztrecht verbietet grundsätzlich eine geleichzeitige gewerbliche Tätigkeit innerhalb der Praxis mit Ausnahmen bei Laborärzten oder bei den sogen. IGeL.

Im Steuerrecht ist der freiberufliche Arzt von der Umsatzsteuer befreit, soweit es sich nicht um Einnahmen aus Gutachten, Studien, Referententätigkeiten und ärztlichen Behandlungen ohne Heilungscharakter handelt. Übersteigen derartige umsatzsteuerpflichtige Einnahmen eine gewisse Höhe, ist die Gefahr der sogen. Abfärbung, d.h. die Umsatzsteuerpflicht auf alle Einnahmen gegeben.

Bei der Einrichtung eines Praxisshops ist also die räumliche Trennung von der übrigen Praxis eine wichtige Voraussetzung, ebenso wie die personelle und finanzielle Abtrennung.

Wegen dieser noch nicht befriedigend gelösten Details ist es dringend anzuraten, sich einer kompetenten Beratung eines Anwalts und Steuerberaters zu bedienen.