Minderungspflicht nach § 6a GOÄ

Praxismanagement

Minderungspflicht nach § 6a GOÄ

Nach BGH (Juni 2002) müssen Konsiliarleistungen für in stationärer Behandlung befindliche Privatpatienten auch dann nach § 6 um 15 % gemindert werden, wenn die Leistungen in Ihrer Praxis durchgeführt werden.

Wichtig: Für Privatversicherte trifft die Minderungspflicht nur dann zu, wenn das Konsil vom Krankenhaus veranlasst wurde und der Patient in stationärer (oder teil-, vor- oder nachstationärer) Behandlung ist.

Keine Minderungspflicht besteht dagegen, wenn der stationäre Patient des Krankenhauses aus eigenem Entschluss heraus in Ihre Sprechstunde kommt.

Die GOÄ gilt auch dann, wenn der Arzt nicht unmittelbar gegenüber einem Patienten, sondern gegenüber einem Krankenhausträger seine beruflichen Leistungen liquidiert, weil der Krankenhausträger dem sozialversicherten Patienten die ärztliche Behandlung über dem Pflegesatz schuldet. Es ist also keine Grundlage für Anwendung des Tarifs der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Es besteht keine Bindung des Arztes an den Einfachsatz der GOÄ.