Koppelgeschäft

Praxismanagement

Vorsicht Koppelgeschäft

Zusammenarbeit mit Hilfsmittelherstellern oder -vertrieben

Ein Beispiel: Ein Orthopädie-Geschäft mietet einen Raum in einer Phlebologen-Praxis an, wobei ein von der Praxis separater Zugang gewährleistet ist.

Patienten mit einer Verordnung von Kompressionsstrümpfen erhalten in der Praxis eine Anmessung der Strümpfe durch die Arzthelferin, die eine 400 € - Anstellung (genehmigte Nebentätigkeit durch die Praxis) hat. Die Strümpfe werden aus dem „Lager“ des Orthopädie-Geschäfts bezogen.

Dieses Geschäftsmodell ist besonders bei Orthopäden verbreitet. Es verstößt sowohl gegen das Berufs-, das Vertragsarzt-, das Wettbewerbs- und das Steuerrecht.

Bei „Frontal“ wurde dieses Modell im März 2007 als Kassenbetrug dargestellt. Die Anzeige erstattete ein benachteiligter Orthopädiemeister.