Job-Sharing in der Praxis

Praxismanagement

Job-Sharing in der Praxis

Beim Job-Sharing handelt es sich um eine besondere Form der Berufsausübungsgemeinschaft mit einem Senior- und einem Juniorpartner.


Dabei erhält der hinzukommende Arzt oder Psychotherapeut in Juniorposition eine beschränkte Zulassung, auch wenn Zulassungsbeschränkungen im Fachgebiet vorliegen. Sie ist zeitlich unbefristet, aber an die Berufsausübungsgemeinschaft gebunden. Damit gilt sie nur für die gemeinsame ärztliche Tätigkeit. Nach zehn Jahren der Zusammenarbeit oder bei Entsperrung des Planungsbereichs wandelt sich die beschränkte in eine vollwertige Zulassung um.


Beide Ärzte oder Psychotherapeuten müssen beim Job-Sharing eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) bilden. Auch der Junior-Partner wird Mitgesellschafter und haftet gemeinsam mit dem Seniorpartner für die Praxis. Die Jobsharing-Partner erklären gegenüber dem Zulassungsausschuss ihr Einverständnis zur Festschreibung einer erbring- und abrechenbaren Leistungsmenge (Leistungsobergrenze) auf der Basis der bisherigen Abrechnung der Praxis.


Als Kooperationsform eignet sich das Jobsharing gut zur Praxisabgabe oder -übergabe, aber auch für Ärzte, die wegen Kinderbetreuung über längere Zeit gemeinsam tätig werden wollen.


Rahmenbedingungen zum Job-Sharing in einer Praxis sind:


• identische Fachgruppe bei beiden Ärzten
• Arztregistereintrag des hinzukommenden Arztes
• Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) als Rechtsform
• Abschluss eines Gemeinschaftspraxisvertrages
• Der antragstellende Arzt gehört derselben Fachgruppe wie der Vertragsarzt an.
• bei Psychotherapeuten: Fachkunde im gleichen Richtlinienverfahren wie der Vertragspsychotherapeut sowie gleiche Approbation

 

(Quelle: KV Berlin)

Unter www.kvberlin.de können Sie z.B. weitere Informationen erhalten.