Hautkrebsvorsorge-Abrechnung bei Patienten unter 35 Jahren

Praxismanagement

Hautkrebsvorsorge-Abrechnung bei Patienten unter 35 Jahren

Patientenberatung und Hautkrebs-Screening: Es ist nicht zulässig, eine Leistung zu „splitten“. Sie ist entweder Kassenleistung oder Privatleistung. Der Verband rät, eine genaue Dokumentation in der Krankenakte vorzunehmen, wenn in einer Sitzung gesetzliche und private Leistungen abgerechnet werden. Eine Streitfrage, die immer wieder auftritt, ist, ob die Beratung im Rahmen des nicht von der Kasse bezahlten Hautkrebs-Screenings nun eine Kassenleistung ist oder nicht. Darüber lässt sich trefflich streiten.

Am einfachsten ist es, man geht dem aus dem Weg und liquidiert auch die Beratung privat. Das bedeutet, dass der Patient eine weitere Rechnung für die Beratung bekommt und darauf hingewiesen wird, dass seine Krankenkasse auf deren Auskunft hin nicht einmal die Beratung zum Sonnenschutz, zur Eigenbeobachtung der Muttermale etc. übernimmt.

Da die Beurteilung, ob eine Leistung „gesplittet“ wurde oder tatsächlich zwei separate Leistungen vorliegen, immer wieder zu Schwierigkeiten führt, empfehlen wir 2 separate Termine oder genaue Dokumentation der Beratungsinhalte für spätere Nachfragen.
Liegt diese Dokumentation vor, kann auch der Kasse gegenüber nachgewiesen werden, dass man sich korrekt verhalten hat.