Epikutantest

Praxismanagement

Epikutantest

Die Auftragungszeit von Testallergenen unter okklusiven Bedingungen für 24-48 Stunden auf die menschliche Haut, um eine Allergiebereitschaft gegen dieses Allergen nachweisen zu können, ist von der Deutschen Kontaktallergie-Arbeitsgruppe zusammen mit Arbeitsgruppen anderer westlicher Industrieländer und mit den Industrieherstellern der standardisierten Testallergene in statistisch aussagefähigen Testreihen valuiert worden.

Eine längere Okklusion kann tatsächlich zu Reizungen (toxische Reaktion) führen. Gründe hierfür sind für die Test-Zahnstoffe, dass Metallionen (Nickel, Kobalt, Quecksilber, Gold...) nichtimmunologische Hautreizungen durch die direkte Aktivierung von Gefäßklebemolekülen für Entzündungszellen in der oberen Haut auslösen können, ohne dass ein immunologisch-allergologischer Mechanismus erforderlich ist. Desweiteren können sich Bakterien in den Kammern gut vermehren (feucht-warmes
Klima) und auch diese können Ekzemreaktionen an der Haut auslösen, die gar nichts mit einer allergischen Reaktion gegen das Testallergen zu tun haben. Hierfür kann auch das verwendete Pflaster sorgen. All dies sind Gründe, dass die Testkammern nicht länger geklebt werden, da dann keine standardisierte Testdurchführung vorliegt, die ein verwertbares Ergebnis zulässt.