Dermatologie und Evidenz: Forschung und Praxis verbinden

Evidenzbasierung

Evidenzbasierung

Die Dermatologie ist ein modernes, wissenschaftsorientiertes Fach. Therapeutische Entscheidungen beruhen heutzutage maßgeblich auf studiengesicherter Evidenz. Beispiele hierfür sind die neuen, umfassenden Behandlungsmöglichkeiten der Schuppenflechte und des schwarzen Hautkrebses.

Grundlagenforschung

Für die Entwicklung moderner Therapeutika hat die dermatologische Grundlagenforschung in der Immunologie bahnbrechende Erkenntnisse generiert. Die im besten Sinne des Wortes translationale Entwicklung ist ein Beispiel für den Lernerfolg des klinischen Faches durch gute Grundlagenforschung. Die Vielfalt – von der Grundlagen- über die klinische Forschung bis hin zur Versorgungsforschung – ist die Stärke der dermatologischen Forschung. Grundlagenforschung liefert zum Beispiel in den Bereichen Immunologie, molekulare Medizin und Genetik die Voraussetzungen für klinische Anwendungen. Diese werden in klinischer Forschung auf höchstem Niveau an Patienten erprobt.

Versorgungsforschung

Darauf aufbauend generiert Versorgungsforschung Erkenntnisse darüber, in welchem Umfang, für welche Patienten und mit welchen Ergebnissen sich die neuen therapeutischen Entwicklungen positiv auswirken.

Vorreiterfunktion

Vorreiterfunktion

Sowohl die Bandbreite als auch die Weiterentwicklung der klinischen Dermatologie in Deutschland werden durch international führende Forschung gesichert.

Maßstäbe

Mit der Weiterentwicklung eines klinisch observierenden Faches zu einem Fach mit molekularer Diagnostik und evidenzbasierten Therapieempfehlungen hat die deutsche Dermatologie international Maßstäbe gesetzt.

Therapien und Diagnostik

Sie hat dabei klinisch anspruchsvolle Therapien und Diagnostikverfahren wie die Therapie des malignen Melanoms mit monoklonalen Antikörpern ebenso vorangetrieben wie die molekulare Diagnostik bösartiger, entzündlicher oder seltener genetischer Erkrankungen. Auch fachübergreifend erfährt die deutsche Dermatologie hohe Anerkennung.

Weiterbildung

Weiterbildung

BVDD und DDG setzen sich konsequent für eine zeitgemäße Weiterbildungsordnung und adäquate Qualitätskriterien für die Weiterbildung zum Dermatologen ein. In europäischen Gremien wie der Fachärztevereinigung UEMS dient das deutsche Curriculum heute als Maßstab für das europäische Facharztcurriculum und als Benchmark für die Patientenversorgung in Krankenhäusern und Praxen.

Internationale Standards

Internationale Standards

Im Jahr 2014 klassifizierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Schuppenflechte als einzige Hauterkrankung als chronische Volkskrankheit – neben Diabetes, Koronarer Herzkrankheit, Asthma und Krebserkrankungen.

Global Report on Psoriasis

An der Erarbeitung des Global Report on Psoriasis der WHO mit Empfehlungen zur Aufklärung, Entstigmatisierung und besseren Behandlung der Schuppenflechte hatten Versorgungsforscher und Dermatologen aus Deutschland maßgeblichen Anteil.

Patientenversorgung

Umgekehrt arbeiten sie auch daran, international generiertes Knowhow und evidenzbasiertes Wissen für die Patientenversorgung in Deutschland optimal zu nutzen.