Preis für Öffentlichkeitsarbeit Hautärztliche Kompetenz aus erster Hand

Pressemitteilung

FRANKENTHAL – „Dermatologen, die tun nicht nur was, sondern reden auch darüber“ – unter diesem Motto haben sich die Hautärzte Prof. Uwe Reinhold (Bonn), Prof. Christian Termeer (Stuttgart) und Dr. Ulrich Klein (Witten) für die Patientenversorgung eingesetzt und zugleich die Öffentlichkeit auf wichtige Anliegen der Fachgruppe aufmerksam gemacht. Dafür wurden sie nun mit dem „Preis für Öffentlichkeitsarbeit Dermatologie 2016“ ausgezeichnet, der von der Tagung „Dermatologische Praxis“ gemeinsam mit dem Stifter LEO Pharma vergeben wird.

 

Den ersten Platz des mit insgesamt 3.000 Euro dotierten Preises belegt Prof. Uwe Reinhold, Hautarzt in Bonn, als Vorsitzender des bundesweiten Netzwerkes Onkoderm, einem Zusammenschluss niedergelassener Dermato-Onkologen. Das Onkoderm-Netzwerk hat durch zwei Sonderpublikationen in „Focus Gesundheit“ und „Bunte“ die Themen heller Hautkrebs und Psoriasis mit einer ansonsten kaum erreichbaren Ausführlichkeit in der Öffentlichkeit platziert.

Auf dem zweiten Rang folgt Prof. Christian Termeer, niedergelassener Dermatologe in Stuttgart, mit dem Projekt „Allergienetzwerk Stuttgart“, das Patienten durch interdisziplinäre Zusammenarbeit eine schnelle Problemlösung bietet. Den dritten Platz belegt Dr. Ulrich Klein, Hautarzt aus Witten, für sein Engagement beim Magazin „Witten aktuell“, das sich die Vermischung von Lokalpolitik und Gesundheitsthemen auf die Fahnen geschrieben hat.

Verliehen wurden die Preise auf der mit über 1.000 teilnehmenden Dermatologen größten deutschen Fortbildungsveranstaltung für niedergelassene Hautärzte, der „Dermatologischen Praxis“ in Frankenthal.

 

Die Projekte im Detail:

Fachärztliche Gesundheitsinformationen aus erster Hand

BONN – Mit einer ansonsten kaum erreichbaren Tiefe und Ausführlichkeit hat das Onkoderm-Netzwerk  durch zwei Sonderpublikationen in „Focus Gesundheit“ und „Bunte“ die Themen heller Hautkrebs und Psoriasis in der Öffentlichkeit platziert. „Als niedergelassene Dermatologen mit den Schwerpunkten Dermato-Onkologie und Systemtherapie haben wir mit einer konzertierten Publikation zu den beiden Behandlungsschwerpunkten Awareness geschaffen“, erläutert der Onkoderm-Vorsitzende Prof. Uwe Reinhold. Sowohl zu hellem Hautkrebs als auch zur Schuppenflechte wurden jeweils 20seitige Hefte zunächst dem „Focus Gesundheit“ beigelegt. Mit zeitlichem Abstand folgte dann noch die Verbreitung über die „Bunte“.

„Die Zielgruppenabdeckung von einem prinzipiell Gesundheitsthemen zugewandten Publikum wie den Lesern von Focus Gesundheit konnte dabei jeweils auf einen breiter platzierten Publikumstitel wie die Bunte übertragen werden“, unterstreicht Onkoderm-Vize Prof. Thomas Dirschka. Flankierend wurden zu beiden Themenkomplexen auch separate Websites (www.gemeinsam-gegen-hellen-hautkrebs.de sowie www.gemeinsam-gegen-psoriasis.de) erstellt und mit hohen Feedback- und Klickraten jeweils am Erscheinungstermin freigeschaltet

„Neben der Schaffung entsprechender Aufmerksamkeit und dem Angebot vertiefter Informationen zu moderner Diagnostik und Therapie ging es uns mit den Sonderpublikationen auch um eine gezielte Verbesserung der gesundheitspolitischen Meinungsbildung in Bezug auf unser Fach“, betont Reinhold. Dabei stand die Sensibilisierung für zwei besonders wichtige Themen der bundesweiten hautärztlichen Versorgung im Vordergrund. Nach Onkoderm-Angaben waren die Online-Zugriffszahlen zu beide Öffentlichkeitskampagnen erfreulich hoch. Zudem waren die in hohen Stückzahlen in allen Onkoderm-Mitgliederpraxen ausgelegten Sonderdrucke in kurzer Zeit vergriffen.

 

Bekenntnis zur allergologischen Kompetenz

STUTTGART – Eine schnelle Problemlösung durch verschiedene allergologisch tätige Fachgruppen hat sich das 2015 gegründete „Allergienetzwerk Stuttgart“ auf die Fahnen geschrieben. Unter www.allergienetzwerk-stuttgart.de können Betroffene die teilnehmenden Ärzte finden. Außerdem werden die Hintergründe des Zusammenschlusses erklärt. „Wir möchten mit dem Netzwerk insbesondere auch einen Kontrapunkt gegen die ständig schwindenden diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen in unserem Fachgebiet setzen“, betont Hautarzt und Netzmitglied Prof. Christian Termeer. Zudem soll die Breite der Allergologie durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert werden.

Dazu haben sich Stuttgarter Dermatologen mit Pädiatern, Lungenärzten und HNO-Kollegen vernetzt. „Ferner bieten wir eine allergologisch ausgebildete Ernährungsberatung an“, erläutert der Dermatologe. Die Netzwerker treffen sich zurzeit alle drei Monate, um beispielsweise neue Leitlinien und deren Umsetzung zu diskutieren, die Zuweisungsstrukturen zu verbessern, Flyer und Pressekampagnen zu entwickeln und neueste wissenschaftliche Entwicklungen zu erörtern. Unter den Netzwerkärzten besteht generell ein enger Austausch, der gerade bei unklaren Fällen eine raschere Problemlösung ermöglicht. So wurde ein Netz-internes Zuweisungsformular entwickelt, über das Patienten eine beschleunigte Terminvergabe in der Zielpraxis erhalten. „Damit können wir in abklärungsbedürftigen Fällen die ganze Bandbreite unserer Kompetenz dem Patienten zeitnah anbieten“, sagt Termeer.

 

Lokalpolitik und medizinische Aufklärung

WITTEN – Ob „Chronische Wunden und Mangelernährung“, „Der helle Hautkrebs und seine Vorstufen“ oder „Verödungstherapien bei Krampfadern und Besenreisern“ – das Themenspektrum rund um die Haut, das im Magazin „Witten aktuell“ seit inzwischen fünf Jahren jeden Monat angeboten wird, ist so breit wie das Fach selbst. Autoren der dermatologischen Artikel sind die im nordrhein-westfälischen Witten niedergelassenen Hautärzte Dr. Ulrich Klein und Dr. Volker Harff. Das gut 30 Seiten starke Heft wird in einer Auflage von 20.000 Exemplaren kostenlos in der Stadt verteilt. Jeden Monat steht es unter einem anderen medizinischen Schwerpunktthema, das von verschiedenen Wittener Fachärzten beleuchtet wird. „Unabhängig davon tragen wir immer ein bis zwei Artikel aus dem dermatologischen Fachbereich bei“, unterstreicht Klein.

Dabei will das Magazin mehr, als nur über medizinische Belange aufklären: „Ziel der Zeitung ist die Vermischung von Lokalpolitik und Gesundheitsthemen“, erläutert der Hautarzt. Herausgegeben wird das Magazin in Kooperation mit dem „Bürgerforum Witten“, einer Wählergemeinschaft, die sich 2009 anlässlich der Kommunalwahlen gegründet hat. Klein ist Gründungsmitglied. „Aus berufs- wie kommunalpolitischem Frust heraus entschlossen sich zahlreiche Wittener Ärzte, politisch aktiv zu werden und bei der Kommunalwahl zu kandidieren“, erläutert er die Motive. „Wir zielen aber nicht vorrangig auf ärztliche Interessen ab, sondern wollen die gesamte Politik Wittens mit Betonung auf die Gesundheits- und Sozialpolitik aktiv mit gestalten“, stellt der Hautarzt die Stoßrichtung klar. Das Konzept ging auf: Bei der letzten Kommunalwahl 2014 erhielt das Bürgerforum Witten 10,5 Prozent der Wählerstimmen und konnte seine Sitze im Stadtrat gegenüber 2009 weiter ausbauen. Für Klein ist sein Engagement ein guter Weg, lokale Politik und die Kompetenz des Faches positiv zu vertreten.

 

wha/BVDD