Hautärzte verzeichnen Plus beim Umsatz pro Arzt

Gesundheitspolitik

KBV veröffentlicht Honorarbericht für das zweite Quartal 2013

BERLIN - Auf den ersten Blick eine gute Nachricht: Hautärzte verbuchten laut Honorarbericht für das zweite Quartal 2013 ein deutliches Plus beim Honorarumsatz pro Arzt. Gleichzeitig sank aber der Honorarumsatz je Behandlungsfall - in der Fachgruppe jedoch nur leicht im Vergleich zu anderen Fachärzten.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat den Honorarbericht für das zweite Quartal 2013 veröffentlicht. Ein Ergebnis ist: Der Honorarumsatz je Facharzt für Dermatologie ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,7 Prozent gestiegen (+3.186 Euro auf 50.681 Euro). Im gleichen Zeitraum ist der Honorarumsatz je Behandlungsfall um 0,1 Prozent zurückgegangen (0,02 Euro auf 33,36 Euro). Damit ist die Fachgruppe beim Absinken des Honorarumsatzes je Behandlungsfall noch mit einem blauen Auge davongekommen. Bei fast allen anderen Facharztgruppen steht ein größeres Minus, einzig die Augenärzte haben bei dieser Kennzahl ein Plus zu verbuchen, was laut KBV an den besonderen Verträgen zur Vergütung augenärztlicher Operationsleistungen liegen dürfte.

Über alle Facharztgruppen hinweg ist der Honorarumsatz je Behandlungsfall durchschnittlich um 0,9 Prozent zurückgegangen (ein Minus von 0,59 Euro). Der durchschnittliche Zuwachs beim Honorarumsatz je Arzt beträgt gleichzeitig 2 Prozent (ein Plus von 972 Euro). „Die Fachärzte behandeln somit mehr Patienten, bekommen dafür aber weniger Geld für den Behandlungsfall“, lautet die Erklärung im Honorarbericht.

Ein Blick auf sämtliche Ärzte und Psychotherapeuten offenbart ein ähnliches Bild: Generell ist der Honorarumsatz je Arzt/Psychotherapeut im Bundesdurchschnitt zwar um 2,6 Prozent gestiegen, was einem Zuwachs von 1.280 Euro entspricht. Der Honorarumsatz je Behandlungsfall erhöhte sich aber insgesamt nur um 0,4 Prozent auf 60,52 Euro (ein Plus von 0,22 Euro).