Schwerpunkt Praxisoptimierung: Die DERM tagt in Frankenthal vom 24. bis 26. März 2023

FrankenthalHautarztnews

Der Kongresskalender kommt langsam wieder in die Reihe – und die 21. DERM rückt an ihren gewohnten Platz im März. Über 70 Referentinnen und Referenten geben in rund 120 Kursen, interaktiven Seminaren, Hands-on-Workshops und Diskussionsrunden ihr Wissen weiter auf der dreitägigen Veranstaltung mit weit mehr als 35 CME-Fortbildungspunkten. 

„Die diesjährige DERM steht unter dem Leitthema Praxisoptimierung“, freut sich Kongresspräsident Prof. Klaus Fritz. Dabei bietet die bundesweit größte Fachtagung für Niedergelassene zahlreiche Neuerungen, praktische Kurse und Inhalte im wissenschaftlichen Programm. So wird im benachbarten Mannheim erstmals in Zusammenarbeit mit der MFA-Akademie speziell für Praxismitarbeitende ein Parallelprogramm angeboten mit Inhalten des DDA-Zertifikates „Fachassistenz Dermatologie“ sowie mit praxisrelevanten Managementthemen.  

Laserschutzkurs nach TROS

Im CongressForum Frankenthal finden sich an praktischen Schwerpunktthemen ein Mykologie Seminar, ein OP-Seminar der Deutschen Gesellschaft für Dermatochirurgie (DGDC) sowie Kurse und Demos zu Lasern und ästhetischen Behandlungen insbesondere zu Fillern. Geplant ist laut Tagungspräsident darüber hinaus erneut ein Laserschutzkurs am Sonntag nach den neuesten TROS-Vorgaben für alle, die es bislang noch nicht geschafft haben, einen zu besuchen. „Nach den neuen Regeln ist es nun auch für Ärztinnen und Ärzte alle zehn Jahre Pflicht solch ein Kurs zu wiederholen – und zwar für alle die mit Lasern arbeiten“, erinnert Fritz. 
Mit Blick auf das Praxisführung sind Vorträge zum Beschaffungsmanagement, zur Kostenreduktion durch Nachhaltigkeit in der Praxisführung und zu Pitfalls bei der dermatologischen Privatabrechnung geplant. Zudem beleuchten die Dermatologen Dr. Max Tischler und Dr. Marcus Freitag Möglichkeiten zur Effizienz- und Umsatzsteigerung in der Praxis durch Teledermatologie vor. Das Themenfeld Digitalisierung wird ergänzt durch die Vorstellung eines digitalen Patientenpfades in der Dermatologie und durch Tipps zur Optimierung des Bestellprozesses mit digitalen Lösungen.  

Wieder im Programm ist das bewährte und inzwischen sogar mit einem geschützten Titel versehene Format DERM-TIPS©, bei dem Dr. Bernd Salzer zusammen mit Dr. Sebastian Zimmer in die interaktive Diskussion mit dem Publikum zu Herausforderungen im Praxismanagement gehen. Darüber hinaus bietet die Tagung Einsichten zum Thema „Patientengerecht IGeLn“ sowie einen ausführlichen Vortrag von Prof. Peter Elsner, emeritierter Direktor der Universitätshautklinik Jena und Jurist, zu Patientenrechten, Sorgfaltspflichten und Behandlungsfehlern, zu Strafrecht, Zivilrecht, Sozialrecht, zu Fehleranalysen, Prozessanalysen und zurSicherheitskultur. „Themen, die anrechenbar sind für das DDA-Zertifikat Patientensicherheit“, erläutert der Tagungspräsident. 

Berufspolitik

Einmal mehr steht bei der DERM ein Update zur Berufspolitik auf der Agenda. Dabei geht Dr. Rolf Ostendorf, BVDD-Sonderreferent Onkologie, der Frage nach „Ambulante Dermatoonkologie – geht das?“, während BVDD-Präsident Dr. Ralph von Kiedrowski Aktuelles aus Berufspolitik, Abrechnung und Praxisführung vorstellt und auch in der anschließenden Podiumsdiskussion Rede und Antwort steht. 

„Berufspolitisch interessante Beiträge erwarten uns auch mit den Einreichungen zum BVDD-InnovationspreisDermatologie 2023, die zu Beginn der Vorträge am Freitag und am Samstag per Video eingespielt werden“, erläutert Fritz eine weitere Neuerung der Tagung. Die Ermittlung der Gewinnerin beziehungsweise des Gewinners des von der Professor Paul Gerson Unna Akademie geförderten Preises wird diesmal unter Beteiligung der BVDD-Mitglieder durch ein Onlinevoting im Vorfeld erfolgen.  

Einen großen Teil der Tagung nehmen dieses Mal Innovationen im Bereich der Sonnenschutzmittel ein. Dabei stehen die immunprotektiven Vorteile eines Sonnenschutzes beim Vortrag von Dr. Claas Ulrich im Mittelpunkt. Die Überlegenheit eines LSF 100 durch die signifikante Reduktion von Zellschäden und inflammatorischenEreignissen zeigt Prof. Martina Meinke. Und der Tagungspräsident selbst nimmt sich des Themas Sonnenschutz, ökologisches Gleichgewicht und Nachhaltigkeit an. 

Klassische Dermatologie

Vor dem Hintergrund der traditionell starken Praxisorientierung der DERM wird auch die klassische Dermatologie nicht zu kurz kommen. So zeigt Prof. Matthias Augustin, Direktor des Instituts für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP) die Epidemiologie und Versorgung der Akne tarda auf. Prof. Hans-Jürgen Tietz nimmt sich einmal mehr Problemnägeln in der Praxis an und Prof. Petra Staubach-Renz klärt über neueste Entwicklungen beim Rezeptieren auf, während Dr. Berenice M. Lang; Universitätshautklinik Mainz, und Prof. Christoph Skudlik, Institut für Interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation an der Universität Osnabrück (iDerm), eine interaktive Session zurBerufsdermatologie in der Praxis anbieten.  

Ein besonderes Augenmerk legt die Tagung außerdem auf die neuen Entwicklungen bei der der Vitiligo. Hier wird Prof. Uwe Gieler von der Universitätshautklinik Gießen die Krankheitsbelastung und die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf beleuchten. Zudem halten mehrere Vorträge Neues zur Diagnostik und Behandlung der Vitiligo bereit. Zur Therapie der atopischen Dermatitis hält das Tagungsprogramm neue Entwicklungen zum Interleukin 31, zu JAK-Inhibitoren im Praxisalltag und zur ambulanten Balneophototherapie bereit.  

Dermatoonkologie

Auch im Themenfeld Dermatoonkologie hält die DERM Innovationen bereit: zum einen die In Vivo Hautkrebsdiagnostik in Echtzeit durch Laser induzierte Plasmaspekroskopie mit KI gesteuerter Auswertung, vorgestellt von Prof. Thomas Dirschka und PD Dr. Lutz Schmitz, zum anderen ein Update von Prof. Holger Hänßle zur modernen Hautkrebsdiagnostik unterstützt durch KI.  

„Zur Allergologie freuen wir uns wieder einmal über die Kooperation mit dem Ärzteverband deutscher Allergologen (AEDA)“, so Fritz. Seine Vorstandsmitglieder Prof. Wolfgang Wehrmann und Prof. Ludger Klimek referieren zur Allergen-Immuntherapie (AIT) und zu Inhalationsallergien. 

Darüber hinaus werden wie gewohnt Themen rund um die dermatologische Kosmetik einen großen Teil der Tagung einnehmen – die meisten in Workshops, Live Demos und Hands-on, beispielsweise zuFädenimplantaten, Chemical Peel und Fillern. Dabei unterstützt unter anderem die Arbeitsgemeinschaft dermatologische Kosmetik (ADK) erneut mit einem eigenen Themenblock die Tagung, geht BVDD-Vorstandsmitglied Dr. Uwe Schwichtenberg der Frage nach, ob die frontal fibrosierende Alopezie eine Krankheit oder ein Schönheitsfehler ist, und erläutert Dr. Isabel Wolff, Tübingen, Behandlungsoptionen bei Selbstverletzungsnarben. „Auch die Vorträge zu Ästhetik sind von der deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft und der Deutschen Dermatologischen Akademie für Zertifikate anerkannt, gleiches gilt für die DDA-Zertifikate Psoriasis und Lasern“, erläutert Fritz. 

Kostengünstige Konditionen für WBA

Zudem erinnert er daran, dass den in einer Hautarztpraxis tätigen Weiterbildungsassistenteninnen und -assistenten die Tagung zu bevorzugten Konditionen Gelegenheit bietet, sich in Fragen Praxis relevanter Themen weiterzubilden. „Die kostengünstige Tagung mit all ihren Workshops und Kursen wird noch günstiger bei frühzeitiger Anmeldung und wenn man einer der vielen kooperierenden Gesellschaften angehört wie ADK, DGDC, Onkoderm, AEDA oder BVDD“, so Fritz weiter. 

Und natürlich werde auch der kollegiale Austausch wieder nicht zu kurz kommen, versichert der Tagungspräsident. Dafür sorgt unter anderem der Gesellschaftsabend am Samstag im etwa 20 Minuten von Frankenthal entfernten Wein und Sektgut Wachenheim mit Dinner und musikalischer Umrahmung. „Im Umkreis von zehn Kilometern um Frankenthal befinden sich viele Hotels in den nahen Großstädten sowie an der Weinstraße, die alle zu empfehlen sind, übernachten Sie nicht in Frankenthal“, rät Fritz allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. 

 

Die Anmeldungsmöglichkeit zum Kongress und das aktuelle Programm sind im Internet unter www.kongress-derm.de zu finden. 

 

wha/BVDD