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Ärztliche Tätigkeit in den Räumen eines auswärtigen Kosmetikinstituts

Ärztliche Tätigkeit in den Räumen eines auswärtigen Kosmetikinstituts

Nach § 17 Abs. 1 der Musterberufsordnung (MBO) ist die Ausübung ambulanter ärztlicher Tätigkeit an die Niederlassung in einer Praxis (Praxissitz) gebunden. Dieser Praxissitz ist nach § 17 Abs. 4 durch ein Praxisschild zu kennzeichnen.

Nach § 23 b MBO ist eine kooperative Berufsausübung nur mit selbständig Tätigen und zur eigenverantwortlichen Berufsausübung befugten Angehörigen anderer akademischer Heilberufe oder staatlicher Ausbildungsberufe im Gesundheitswesen möglich. Dies wird unterstützt durch die Vorschrift (§ 30 Abs. 2 MBO), dass es Ärzten nicht gestattet ist, zusammen mit Personen, die weder Ärztinnen oder Ärzte sind, noch zu ihren berufsmäßig tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehören, zu untersuchen oder zu behandeln.

Es besteht also keine Möglichkeit, in den Räumen eines auswärtigen KosmetikiInstituts ärztliche Behandlungen durchführen. Die ärztliche Tätigkeit ist an eine Praxis gebunden.

Als Folge davon kann ein Kosmetikinstitut auch nicht mit dem Namen eines Arztes werben. Da hier keine ärztlichen Leistungen erbracht werden dürfen, können solche Leistungen hier auch nicht anboten werden.