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Ambulante Versorgung

Ambulante Versorgung: RLV-Zuschlagsregelung für BAG und Praxen mit angestellten Ärzten ab 01.04.2011

Der Bewertungsausschuss hat sich in seiner Sitzung kurz vor Weihnachten mit der RLV-Zuschlagsregelung für Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) und Praxen mit angestellten Ärzten beschäftigt und beschlossen, die bisher geltende, bis Ende März 2011 befristete Regelung bis zum 30.06.2011 zu verlängern.

 

Ab dem 01.07.2011 wird, wie bereits angedeutet, der Grad der Kooperation innerhalb der BAG bzw. Praxis mit angestellten Ärzten zur Berechnung der Zuschläge herangezogen. Damit wird sich der RLV-Zuschlag nicht länger nach der Zahl der in der BAG zusammengeschlossenen Arztgruppen/Schwerpunkte richten, sondern nach der Anzahl bzw. dem Anteil der Fälle, die im selben Behandlungsfall durch mehrere Ärzte der BAG/Praxis behandelt wurden. Dazu wurde der Kooperationsgrad definiert (KG in % = Summe der Arztfälle durch die Summe der Bahndlungsfälle -1).


Je nach Ausmaß des Kooperationsgrades erhalten BAG und Praxen mit angestellten Ärzten ab 01.07.2011 wie bisher zwischen 10 % und maximal 40 % Zuschlag auf ihr RLV.


Nicht standortübergreifende fach- und schwerpunktgleiche BAG und Praxen mit angestellten Ärzten erhalten auch ab III/2011 ohne Ermittlung des Kooperationsgrades wie bisher einen RLV-Zuschlag von 10 %. Standortübergreifende fach- und schwerpunktgleiche BAG und Praxen mit angestellten Ärzten erhalten diesen RLV-Zuschlag ab 01.07.2011 nur noch, wenn der Kooperationsgrad mindestens 10 % beträgt.
Fach- und schwerpunktübergreifenden BAG und Praxen mit angestellten Ärzten, in denen Ärzte unterschiedlicher Arztgruppen tätig sind, wird das RLV - egal ob standortübergreifend oder nicht - nur noch in Abhängigkeit vom Kooperationsgrad erhöht.

Für die Einbeziehung der QZV ind die Zuschlagsregelung wurde bisher noch kein Beschluss gefasst; jedoch hat der Bewertungsausschuss das INBA beauftragt, bis zum 28.02.2011 einen entsprechenden Vorschlag zu erarbeiten. Bis zu einer Beschlussfassung des Bewertungsausschusses wurde es zudem den Vertragspartnern auf Landesebene (KVen und Krankenkassen) ausdrücklich freigestellt, einvernehmliche Regelungen zu einer Anwendung der RLV-Zuschlagsregelung auch für die QZV zu treffen.

 

Quelle: Hartmannbund direkt 1/2011