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Thüringen: Fortbildungen abgesagt - BVDD schützt Mitglieder

ERFURT – Eine Veröffentlichung im Ärzteblatt verunsichert seit Wochen die Mitglieder der Landesärztekammer Thüringen. In einer Nachlese zu einem Gespräch des Kammervorstands mit der zuständigen Staatsanwaltschaft erfuhren die Leser: die Teilnahme an einer industriegeförderten Fortbildung begründe nach Auffassung zur zuständige Staatsanwaltschaft den Anfangsverdacht der Bestechlichkeit. Mehr dazu im Internet –> hier

Es werde in solchen Fällen – zunächst einmal nach Aktenlage – ermittelt. Die dargestellte Rechtsauffassung ist in juristischen Fachkreisen höchst umstritten.

Nach vergeblichen Bemühungen den Sachverhalt kurzfristig zu klären, zieht der BVDD jetzt die Notbremse. „Wir können unsere Mitglieder nicht ins offene Messer laufen lassen. Wir Ärzte haben es wahrhaftig nicht nötig, uns für ein Linsengericht vor den Kadi zerren zu lassen. An dieser Stelle sind das Landesgesundheits- und das Landesjustizministerium gefordert, sich besser miteinander abzustimmen und  für die nötige Verlässlichkeit und Klarheit zu Sorgen."

Alle bereits geplanten Fortbildungen wurden bis auf weiteres abgesagt. Unittelbar betroffen ist eine bereits öffentlich angekündigte Veranstaltung am 20. September in Erfurt. Weitere Einzelheiten zu der aktuellen Entwicklung am gleichen Tag ab 16 Uhr, Hotel Zumnorde, Anger 50 – 51 (Eingang Weitergasse 26), 99084 Erfurt

Die bundesländerübergreifende Süd-Ost-Tagung am 24. und 25. November in Erfurt soll nach dem heutigen Planungsstand nach Angaben des Veranstalters stattfinden. Ein Sponsoring der Mahlzeiten und des traditionellen Gesellschaftsabends findet ausweislich des Programms nicht statt. Die fortbildungsinteressierten Hautärzte und Hautärztinnen zahlen eine Teilnahmegebühr. Der Veranstalter generiert darüber hinaus Einnahmen aus Werbung und einer Ausstellung für Fachkreise.