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Patientenzufriedenheit und Therapieziele bei Genitalpsoriasis

GENF – Die Zufriedenheit mit einer Schuppenflechtebehandlung hängt bei Patienten mit mittelschwerer bzw. schwerer Psoriasis nicht zuletzt davon, ob Arzt und Patient zu Beginn der Therapie miteinander Therapieziele vereinbart haben. Das ergab eine Studie, die der Biologika-Anbieter Lilly auf dem Kongress der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie in Genf präsentierte.

„Die Studienergebnisse zeigen, dass rund zwei Drittel der Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte spezifische Behandlungsziele und eine Erfolgserwartung hatten, die bei Behandlungsbeginn gemeinsam mit oder von ihrem Arzt  festgelegt wurden,“ berichtete PD Dr. Martin Dossenbach. Der Österreicher ist bei Lilly als Senior Medical Director für Europa, Asien und Australien zuständig.

Insgesamt waren an dieser weltweiten quantitativen Erhebung 1457 Ixekizumab®-Patienten beteiligt, 913 von ihnen mit definierten Therapiezielen. Meist genannt war bei den persönlichen Therapiezielen eine Minderung des Juckreizes (61,6%),  dicht gefolgt von einer Reduktionen Schuppung (55,6%) und einer Erscheinungsfreiheit der Haut (51,7%). Bei der Bestimmung kritischer Lokalisationen empfanden die meisten Befragten den Befall der Genitalien mit Schuppenflechte als besonders kritisch, bei den Komorbiditäten lagen Diabetes melitus, Depression und Asthma nahezu gleichauf.

Als erster Biologika-Anbieter hat Lilly zu seinem neuen IL 17A-Inhibitor nun auch eine wissenschaftliche Untersuchung zur Wirksamkeit bei genitaler Beteiligung abgeschlossen, nicht zuletzt um so das Bewusstsein für eine effektive Behandlung der Genital-Psoriasis zu erhöhen, wie Dossenbach erläuterte. Die Untersuchung zielte bei der Frau auf eine Mitbeteiligen von labia Major, labia Minora und des Perineums, beim Mann auf Penis, Scrotum und Perineum.

Im Rahmen dieser randomisierten, placebokontrollierten und verblindeten IXORA-Q-benannten Studie  mit 149 Probanden erhielten 75 Patienten in der Verumgruppe zum Start subkutan 2x wöchentlich 80 mg Ixekizumab injiziert.

Acht von zehn dieser Patienten berichteten nach zwölf Wochen, dass sie sich durch ihre genitale Psoriasis nicht mehr oder kaum noch in ihrem Sexualleben eingeschränkt fühlten. Bereits nach einer Woche konnten sichtbare Ergebnisse erzielt werden, nach vier Wochen erreichte etwa die Hälfte der Patienten einen genitalen Static Physians’s Global Wssesment (sPGA) Wert in Höhe von 0,1. Der Effekt war dabei unabhängig vom Ausmaß der betroffenen Körperoberfläche, der nach dem Body Surface Area (BSA)-Instrument bestimmt wurde.

Ixekizumab® zeigte darüber hinaus eine starke Wirksamkeit bei der Verminderung des belastenden  Juckreizes: Sechs von zehn Patienten erreichten nach zwölf Wochen eine klinisch bedeutsame Verbesserung des genitalen Juckens, nach zwei Wochen Behandlung konnten bereits knapp 34 Prozent der Patienten eine Reduktion erzielen.

 

Quelle: Lilly-Pressegespräch am 15. September anlässlich der Europäische Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) in Genf