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Hautkrebs: Fünf Ziele für eine bessere Patientenversorgung bis 2021

 

BERLIN – Die Nationale Versorgungskonferenz Hautkrebs (NVKH) hat ihre Versorgungsziele 2017-2021 verabschiedet. Gemeinsam mit Patientenvertretern haben die beteiligten Fachgesellschaften und Verbände fünf nationale Versorgungsziele gegen den Hautkrebs definiert. Übergeordnetes Ziel ist es, die Prävention und Versorgung von Hautkrebs bundesweit zu verbessern.  

2008 initiierte das Bundesministerium für Gesundheit den Nationalen Krebsplan (NKP) zur Verbesserung der Krebsbekämpfung in Deutschland. Um diesen Plan im Bereich Dermatologie umzusetzen, schlossen sich die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD), die AG Dermatologische Onkologie (ADO) und die AG Dermatologische Prävention (ADP) im Jahr 2013 zur NVKH zusammen.

Den nun einstimmig beschlossenen fünf Versorgungszielen sind konkrete Unterziele zugeordnet, die die Prävention und Versorgung von Hautkrebs in Deutschland messbar und nachhaltig verbessern sollen. Ihre Erreichung wird nach festgelegten Fristen überprüft werden.

„Wir wollen die individuelle Situation der Patienten durch ganz konkrete Aktivitäten verbessern“, erklärt Professor Dr. Dirk Schadendorf, Vorsitzender der NVKH-Lenkungsgruppe. „Die Grundlage dafür bilden zum einen unsere Versorgungsziele, zum anderen aber auch die hohe Kooperationsbereitschaft der NVKH-Partner. Bei der Erreichung unserer Ziele setzen wir auf die Unterstützung sämtlicher Akteure im Gesundheitswesen.“

Die übergeordneten Versorgungsziele sind wie folgt definiert:

  1. Die Bevölkerung wird vor der Entstehung von Hautkrebs wirksam geschützt
  2. Patienten haben eine hohe Kompetenz, um eine informierte Entscheidung zu treffen
  3. Hautkrebs wird frühzeitig erkannt und behandelt
  4. Patienten mit Hautkrebs werden leitliniengerecht behandelt
  5. Patienten mit Hautkrebs haben eine gute Lebensqualität

Alle Ziele und Unterziele sind auf der Website der NVKH veröffentlicht: www.nvkh.de/versorgungsziele.

Die NVKH ist bestrebt, ihr bestehendes Netzwerk kontinuierlich um neue Kooperationspartner und Forschungsprojekte zu erweitern. „NVKH-Akteure arbeiten zielgerichtet auf verschiedenen Ebenen zusammen. Mit deutschlandweit über 20 erfolgreich laufenden Projekten leistet die NVKH einen entscheidenden Beitrag zu mehr Erkenntnissen in den Themenbereichen Prävention, Versorgungsforschung und Patientenorientierung bei Hautkrebs. Dieses Engagement wollen wir auch zukünftig fortsetzen“, hebt Professor Dr. Matthias Augustin, Mitglied der Lenkungsgruppe, die dynamische Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks hervor.

In naher Zukunft anstehende Veranstaltungen umfassen in diesem Jahr den Deutschen Hautkrebskongress vom 21.-23. September in Mainz mit einer Sitzung der NVKH am 22. September, gefolgt vom Deutschen Kongress für Versorgungsforschung vom 4.-6. Oktober in Berlin. Im Februar 2018 ist die Teilnahme am Deutschen Krebskongress in Berlin geplant.

Über die NVKH
Die 2013 ins Leben gerufene Nationale Versorgungskonferenz Hautkrebs (NVKH) vereinigt deutschlandweit behandelnde und forschende Dermatologen, Entscheidungsträger und weitere Akteure des Gesundheitswesens sowie deren Projektvorhaben unter einem Dach. Das Engagement der NVKH folgt vier Handlungsfeldern, die unmittelbar an den Nationalen Krebsplan der Bundesregierung angelehnt sind. Hieraus wurden die 5 übergeordneten Versorgungsziele erarbeitet, die im Zeitraum 2017-2021 bearbeitet werden sollen. Derzeit laufen bundesweit über 20 Forschungsprojekte mit dem Ziel, Prävention, Früherkennung, Versorgung sowie Bürger- und Patientenorientierung im Bereich Hautkrebs zu verbessern. Weitere Informationen: www.nvkh.de

 

wha/BVDD