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DERM 2018: Die Allergologie ist zurück im Fortbildungs-Fokus

Die „Dermatologische Praxis“, DERM 2018 erwartet über 1.500 Teilnehmer  

FRANKENTHAL – Vom 9. bis 11. März 2018 wird Frankenthal erneut zum Zentrum der dermatologischen Welt, wenn Hautärzte zur bereits 16. Auflage der Tagung DERM in die Pfalz strömen, wie die Tagung „Dermatologische Praxis“ jetzt in Kurzform heißt. Einmal mehr deckt das Programm der bundesweit größten Fachtagung für Niedergelassene alle Standbeine der Hautarztpraxis ab.  

„Die inhaltlichen Schwerpunkte der Tagung liegen wie gewohnt auf praxisrelevanten Themen und praktischen Tipps“, kündigt der Macher der inzwischen mit dem Markennamen „DERM“ bezeichneten „Dermatologischen Praxis“, Klaus Fritz an. Erstmals verstärkt rückt dabei die Allergologie in den Fokus. Ihre Bedeutung hat nach den Worten des Organisators in den vergangenen Jahren in der eigenen Fachgruppe nachgelassen und ist verstärkt von HNO-Ärzten, Internisten, Pneumologen und Pädiatern übernommen worden. „Daher freuen wir uns, als neuen Kooperationspartner unserer Tagung den Ärzteverband deutscher Allergologen, AeDA, gewonnen zu haben“, betont Fritz. Der Verband, zu dessen Vorstandsmitgliedern Hautarzt Prof. Wolfgang Wehrmann zählt, nimmt die ideellen und wirtschaftlichen Interessen der in Deutschland tätigen Allergologen wahr und wird in Frankenthal ein eigenes Seminar anbieten. Darüber hinaus sind weitere Themen aus dem Bereich der Allergologie geplant.

Möglichkeit zum berufspolitischen Austausch
Daneben finden die Teilnehmer ein breites Fortbildungsangebot zur klassischen Dermatologie – hier insbesondere zur Psoriasis –, zur Onkologie, zur Dermatochirurgie, aber auch zu kosmetischen Leistungen und zur Laserdermatologie sowie zum Praxismanagement vor. Zudem bietet die Tagung Dermatologen wieder einmal die Möglichkeit zum berufspolitischen Austausch auf Bundes- und auch auf Landesebene sowie dem Psoriasis-Praxisnetz Süd-West zur Mitgliederversammlung. Erstmals sind außerdem die österreichischen Dermatologen mit ihrem neuen Berufsverband als Kooperationspartner mit dabei.

Insgesamt werden über 80 Referenten in rund 120 Kursen, interaktiven Seminaren, Hands-on-Workshops und Diskussionsrunden ihr Wissen weitergeben. So können im Laufe der dreitägigen Veranstaltung laut Tagungspräsident Fritz mehr als 30 CME-Fortbildungspunkte erworben werden. Die Vorträge aus dem Bereich Laser werden zudem von der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft (DDL) und von der Deutschen Dermatologischen Akademie (DDA) für den Erwerb der entsprechenden Zertifikate anerkannt. Gleiches gilt für die DDA-Zertifikate Psoriasis und Ästhetik. „Auch hier wird der Besuch von Veranstaltungen aus dem jeweiligen Bereich zum Erhalt oder Erwerb angerechnet“, betont Fritz und verweist auf die DDA-Internetseiten www.akademie-dda.de.

Für Weiterbildungsassistenten kostenfrei
Darüber hinaus legt der Tagungspräsident besonderen Wert auf den Nachwuchs: „Für Assistenten in der Weiterbildung ist ein großes Kontingent kostenfreier Teilnehmerkarten vorgesehen.“ Zudem steht – parallel zu den Landestagungen am Samstagmittag – eine eigens dem Nachwuchs gewidmete Veranstaltung auf der Tagungsagenda. Dabei wird es unter anderem um Antworten auf Fragen zur Niederlassung und zum Praxisalltag gehen. Praxisnaher Nutzen steht auch bei der bewährten Sonntagsdiskussionsrunde „Tipps und Tricks der Praxisführung“ im Vordergrund. Mit Blick auf ein erfolgreiches Praxismanagement beleuchten zudem Fachanwälte juristische Fragen wie „Regressbedrohung durch die Regionalisierung der Wirtschaftlichkeitsprüfungen – was muss ich dazu wissen?“ und erörtern typische Fälle der Haftpflichtversicherung.

Fachgesellschaften mit dabei
Traditionell wird die Veranstaltung durch die aktive Mitwirkung mehrerer Fachgesellschaften getragen. So beteiligen sich die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Kosmetologie (ADK) und die Deutsche Gesellschaft für Dermatochirurgie (DGDC) am Tagungsgeschehen. Die ADK bietet unter Vorsitz von Prof. Claudia Borelli, Leiterin der Einheit für Ästhetische Dermatologie und Laser an der Universitätshautklinik Tübingen, einen eigenen Workshop zu Peelings und Komplikationen an, während die DGDC einen Themenblock zur fortgeschrittenen Dermatochirurgie vertreten wird. Zudem geht eine weitere Veranstaltung in einem interaktiven Dialog der Frage nach, wie verdächtige Pigmentnävi mit neuen diagnostischen Methoden gezielter herausgefiltert werden können.

Neu neben dem AeDA als Kooperationspartner der Tagung mit dabei ist auch das Netzwerk „Dermaticon“. Der Praxisverbund von Hautärzten aus dem mittleren Ruhrgebiet in und um Bochum wurde gegründet, um Qualität- und Praxismanagement sowie das Marketing gemeinsam besser zu bewerkstelligen. Unter dem Motto „Dermaticon 2008-2018 – ein Jahrzehnt pluribus unum, Resümee und Ausblick“ werden die Netzärzte im Rahmen des berufspolitischen Programmteils über ihre Erfahrungen berichten.

Nach der erfolgreichen Erstteilnahme im vergangenen Jahr stellt das Netzwerk Onkoderm neue onkologische Behandlungsoptionen und bildgebende Verfahren vor. „Hier können die Teilnehmer Zusatzqualifikationen erwerben oder die geforderte Fortbildung zur dermato-onkologischen Nachsorge absolvieren, um auch diese Leistungen weiterhin abrechnen zu können“, unterstreicht Fritz. Außerdem wird Onkoderm auf der Tagung seinen Wissenschaftspreis und den Preis für neue Therapiemethoden vergeben sowie praxisnahe Neuerungen vorstellen.

Preisverleihungen
Zu den Highlights des Frankenthaler Kongresses zählt einmal mehr auch die Verleihung des „Preises für Patientenkommunikation in der dermatologischen Versorgung“, vergeben von der Tagungsorganisation und LEO Pharma, sowie des „BVDD-Innovationspreises“, unterstützt von der Professor Paul Gerson Unna Akademie der Firma Beiersdorf. „Beide Auszeichnungen haben inzwischen eine lange Tradition. Mit ihnen werden tolle Ideen aus den Praxen zur Nachahmung und als Ideengeber prämiert“, stellt Fritz heraus. Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 8.000 Euro haben die beiden Firmen gestiftet.

Der Preis für Patientenkommunikation zielt auf Projekte ab, die die Kommunikationsstrategien mit Patienten, deren Vertretern oder auch innerhalb der medizinischen Versorgung verbessern. Mit dem Innovationspreis ausgezeichnet werden innovative Ansätze zum Praxismanagement, die Integration neuer Praxisleistungen in und außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung, Strategien zur Vernetzung, aber auch eher technisch orientierte Innovationen in der niedergelassenen dermatologischen Praxis.

Frühes anmelden lohnt sich
Kongresspräsident Klaus Fritz rät, sich bereits frühzeitig zu vergünstigten Konditionen anzumelden. „Mitglieder der kooperierenden Gesellschaften profitieren doppelt. Sie erhalten einen signifikant noch weiter reduzierten Frühbuchertarif.“ Dies gilt für Mitglieder der ADK, der DGDC, der AeDA, der DDL, von Dermaticon, von Onkoderm, des Psoriasis-Praxisnetzes Südwest, des BVDD und erstmals des österreichischen Berufsverbandes der Dermatologen.

Der Frankenthaler Kongress steht nicht nur für ein außergewöhnliches Fortbildungsangebot – er ist auch bekannt für seine gelungenen Gesellschaftsabende am Samstag. 2018 wird dieser im etwa 25 Fahrminuten von Frankenthal entfernten Gutshof Ladenburg (www.gutshof-ladenburg.de) stattfinden. „Zwischen Heidelberg und Mannheim gelegen bietet uns die Location einen exklusiven Rahmen, der durch ein hervorragendes Abendessen, Musikeinlagen und danach mit DJ und Tanzfläche besten Ausgleich zu den Vorträgen des Tages bietet“, unterstreicht Fritz. Busse werden wie immer bereitgestellt.

Und wer nicht direkt in Frankenthal übernachten möchte: Im Umkreis von zehn Kilometern befinden sich mehrere Hotels in Ludwigshafen, Worms, Mannheim und Bad Dürkheim. Der Tagungsort, das Frankenthaler Congress-Forum, ist über den öffentlichen Personennahverkehr binnen 20 Minuten gut erreichbar. So rät der Tagungspräsident, „lieber Hotels an der schönen Weinstraße zu suchen, in kleineren Ortschaften oder in Dürkheim, Worms, Deidesheim, Herxheim am Berg, Kirrweiler oder Edenkoben oder den Traditionsstädten Speyer, Heidelberg oder Mannheim in die andere Richtung. Diese sind nur 15 bis 20 Autofahrminuten vom Kongresszentrum entfernt, befinden sich aber in einer sehr angenehmen Umgebung.

Weitere Infos, die Möglichkeit zur Anmeldung und Hotelvorschläge sind im Internet unter www.dermatologische-praxis.com zu finden.

 

 

wha/BVDD